Okt 17 2009



Eine unglaubliche Idee, die wir gemeinsam verwirklichen können!

Category: Klimapolitikursel @ 13:06

Am 21.September 2009 fand in Mannheim eine Infoveranstaltung vom Verein 100 Pro Energiewende mit Erhard Renz zum Thema „Energie in Bürgerhand“ statt. Diese clevere Idee, dass sich BürgerInnen selbst an der Energieversorgung beteiligen, ist unter sozialen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten wichtig und richtig. Sie stellt die Stromkonzerne auf den Kopf! Wenn das Geld seine Fließrichtung ändert, dann sind plötzlich Dinge möglich, die vorher undenkbar waren. Die Abhängigkeit von den Stromkonzernen wird reduziert und dadurch der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert.

Wie ist das möglich?
Freiburger Bürger haben die Genossenschaft “Energie in Bürgerhand” gegründet, um gemeinsam mit vielen anderen die Idee einer ökologischen und zukunftsweisenden Energiewirtschaft zu verwirklichen. Jeder kann als gleichberechtigtes Mitglied der Genossenschaft beitreten. Er erhält unabhängig von der Höhe seines Anteils eine Stimme. So ist auch ausgeschlossen, dass sich Investmentgesellschaften einkaufen können, um die Ziele der Genossenschaft zu beeinflussen. Das ist eine einmalige Chance, die wir jetzt ergreifen müssen. Die Privatisierung hat dazu geführt, dass Preise steigen, Arbeitsplätze abgebaut und Kommunen belastet werden. Durch „Energie in Bürgerhand“ wird diese Entwicklung umgekehrt, der Versorgungsauftrag in den Vordergrund gestellt und nicht die Kapitalorientierung.
Um einer Zwangsentflechtung durch das Kartellamt vorzubeugen, will E.ON seine Tochter Thüga, in der Beteiligungen an den Stadtwerken gebündelt sind, bis zum Herbst 2009 verkaufen. Das Zeitfenster für eine Thüga-Beteiligung ist also klein – aber es ist eine einmalige Chance. stromfoto

Der geschätzte Wert der Thüga liegt bei rund 4 Milliarden Euro. Schon jetzt haben sich zwei Gruppen aus Stadtwerken und kommunalen Versorgern zusammengetan, um rund 60-70 Prozent der Thüga-Anteile zu erwerben. Weitere Stadtwerke haben ihr Interesse bekundet und auch „Energie in Bürgerhand“ will mit einer möglichst hohen Beteiligung einsteigen. Es haben sich inzwischen 3000 Menschen beteiligt und 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. So können es BürgerInnen und Kommunen schaffen, den Energieriesen ein Schnippchen zu schlagen und das fünftgrößte Energieunternehmen in Deutschland übernehmen! Mit schon 500 Euro bist Du Miteigentümer von 90 Stadtwerken mit 7,5 Millionen Kunden. Du kannst mitbestimmen, ob diese mit Atomstrom oder grünem Strom versorgt werden. Du kannst dafür sorgen, dass Millionenbeträge nicht länger in Konzernkassen versickern, sondern zurück in die Taschen der Bürger vor Ort fließen. Da nicht alle Menschen mal schnell 500 Euro übrig haben, möchte „ 100 Pro Energiewende e.V.“ einen Anteil kaufen. Dafür sammeln wir Geld auf unser Konto bei der Sparkasse Rhein Neckar Nord BLZ 67050505, Nummer 3 888 60 61 Betreff „Energie in Bürgerhand“.
Die Thüga ist ein Unternehmen mit 15 Milliarden Euro Jahresumsatz, 20.000 Mitarbeitern und bietet ein breites Portfolio, das ein Höchstmaß an Sicherheit garantiert. Die Thüga konnte in der Vergangenheit regelmäßig solide Gewinne erwirtschaften, die der Mutter E.ON zuflossen. Mit einer Beteiligung hat man einen Fuß in der Thüga und kann erreichen, dass dieses Geld in Zukunft zurück zu den BürgerInnen und in eine ökologische Energiewirtschaft fließt. Sollte es zu einer Beteiligung an der Thüga kommen, wären die Genossenschaftler auch an den auszuschüttenden Gewinnen der Thüga beteiligt. Darüber hinaus könnten Mittel in die Förderung weiterer ökologischer Projekte fließen. Die ökologischen Perspektiven in der Thüga sind der Verzicht auf Atomstrom in allen Thüga-Stadtwerken und stattdessen weitgehend regenerative Erzeugung von Strom und Gas sowie die massive Förderung von Energieeffizienz und -einsparung.
Machen wir uns bewusst, wie viel Geld aus unseren Regionen derzeit in ein unüberschaubares und nicht direkt beeinflussbares Konzerngeflecht fließt. Gut, dass jetzt so viele Bürger aufstehen,
um das zu ändern. Die Erneuerbaren Energien müssen weiter ausgebaut und Atomkraftwerke wie Fessenheim, Neckarwestheim, Brunsbüttel und Krümmel endlich abgeschaltet werden. Dazu leistet „Energie in Bürgerhand“ einen wichtigen Beitrag. Ich bin dabei!
www.energie-in-buergerhand.de www.100pro-energiewende.de


Aug 02 2009



Kein Block 9 in Mannheim

Category: Klimapolitikursel @ 17:32

Kohle gegen Kohle

Gerade wurde die erste Teilgenehmigung für den Bau von Block 9 im Großkraftwerk Mannheim erteilt. RWE, EnBW und die Mannheimer MVV (nach Eigenwerbung alles große zukunftsorientierte “Klimaschützer”) halten am Bau von Block 9 fest. Verändern Sie ganz persönlich die Wirtschaftlichkeitsberechnungen der beteiligten Unternehmen – gehen Sie weg von RWE, EnBW und MVV! Entscheiden Sie sich für einen Versorger, der glaubwürdig die Umstellung auf erneuerbare Energien voranbringt. Und spenden Sie für die Klage gegen die Block 9-Baugenehmigung: “Kohle gegen Kohle”!

Konto bei der Sparkasse Rhein-Neckar-Nord
Kontonummer: 38886061
BLZ: 67050505
Infos: www.100-pro-energiewende.de


Jun 17 2009



Klimawandel: Die MVV war’s, die SPD auch

Category: Klimapolitikursel @ 19:04

Erfreulicherweise haben gerade zehn erklärte Block 9-Gegner den Sprung in den Mannheimer Gemeinderat geschafft. Leider sind die Kohlebefürworter aber immer noch klar in der Mehrheit. Da das auch in der Vergangenheit so war, bereiten die Kohlegegner in der Region gerade eine Verbandsklage vor – Mittelbedarf rund 50.000 EUR. Das können Sie mit einer Spende unterstützen. Bankverbindung:
100 Pro Energiewende Kto. 3888 6061, BLZ 670 505 05, Stichwort: Klage GKM

“Mama, die MVV war’s”
In Mannheim dürfen wir zur Zeit in den Straßen wieder große bunte Kinderbilder bewundern: “Mama, die MVV war’s” steht da geschrieben. Und dann ist zu sehen, dass die gute MVV den Strom in die Steckdose bringt, mit dem der Ventilator funktioniert. Ja und wir dürfen alle glücklich sein. Dass die MVV (in Mannheim gemeinsam mit EnBW und RWE) mit Ihrer Kohlepolitik die Zukunft der Kinder gefährdet, mit denen sie ihre scheinbar kindliche Bauernfängerei zu schmücken versucht, ist typisch für weite Teile der Kommunikation des Konzerns. Die MVV hatte deshalb auch schon mal eine Topmeldung im Klimalügendetektor.
Luftballons_quer_640
Eigentlich ist es längst Zeit, dass der MVV-Aufsichtsratsvorsitzende und SPD-Oberbürgermeister Peter Kurz für transparente und aufrichtige Kommunikation bei der MVV sorgt – falls er wollte und könnte. Im Wahlkampf vor 2 Jahren schien ihm eine saubere und transparente Kommunikation jedenfalls sehr am Herzen zu liegen. Und zum Thema Energie hatte er sogar den SPD-Bundestagsabgeordneten und Präsidenten des Weltrats für erneuerbare Energien Hermann Scheer in einer Wahlkampfveranstaltung zu Gast.

Für die SPD bietet sich jetzt beim Bundesparteitag am 14. Juni eine Chance endlich ihren Kohlezopf abzuschneiden und sich der Zukunft zuzuwenden – den Vordenker für erneuerbare Energien hat die SPD ja mit Hermann Scheer in den eigenen Reihen. Sie müsste ihm nur mal zuhören.
Fordern Sie von der SPD einen Baustopp für Klima-Killer!
http://www.campact.de/klima/sn6/signer


Jun 17 2009



Wüstenstrom aus der Sahara

Category: Klimapolitikursel @ 18:59

IPPNW: Konzerne wollen 400 Milliarden Euro in den Sand setzen

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW warnt davor, den erfolgreichen dezentralen Ausbau der Erneuerbaren Energien “in Bürgerhand” durch eine zentralisierte Wüstenstromerzeugung in der Hand großer Energiekonzerne, Banken und Versicherungen zu torpedieren. “Der dezentrale Ausbau der Erneuerbaren Energien schreitet in Deutschland schnell voran, die Windenergie liefert phasenweise schon mehr Strom als die deutschen Atomkraftwerke”, betont die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen. “Das Binnenland Sachsen-Anhalt zeigt mit seinem 40%-Anteil, dass eine vollständige Eigenversorgung mit Erneuerbaren Energien zum Greifen nahe liegt.” ... weiterlesen


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