Über mich

Im Nachkriegsjahr 1946 wurde ich in Karlsruhe geboren und bin dort auch aufgewachsen. Seit 1966 lebe ich in Mannheim, zuerst in Wohlgelegen, dann auf der Vogelstang und inzwischen schon fast 26 Jahre in Käfertal.

Von Beruf bin ich Erzieherin, was mir immer sehr viel Freude gemacht hat. Die letzten 25 Jahre war ich als Multiplikatorin bei der Arbeitsstelle Interkulturelle Erziehung bei der Stadt Ludwigshafen tätig.  Seit August 2008 bin ich Rentnerin, was ich sehr genieße. Jetzt habe ich mehr Zeit für die Dinge, die mir wichtig sind.
An erster Stelle ist das mein Enkel, der jetzt zweieinhalb Jahre ist und mich oft besuchen kommt.
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Die zweite wichtige Sache ist für mich schon seit frühester Jugend politisches Engagement. Angefangen hat es mit “Kampf dem Atomtod” 1959 und es ging weiter mit Aktivitäten in der Antiatom-  und Ostermarschbewegung ,  der Friedensbewegung und bei der Naturfreunde – und Gewerkschaftsjugend. Inzwischen ist mein Schwerpunkt die Klima- und Umweltpolitik. Ich bin Sprecherin des Bündnisses “Für die Energiewende – Nein zu Block 9” in Mannheim, wo ich mich mit vielen anderen Menschen für die Verhinderung des geplanten Neubaus von Block 9 im GKM einsetze und natürlich für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. An der Organisation des  ersten deutschen Klimacamps im vergangenen Jahr war ich maßgeblich beteiligt.

Während meiner Berufszeit war ich aktiv in der Gewerkschaft als Vertrauensfrau. Letztes Jahr bin ich attac beigetreten, weil ich dort viele Gleichgesinnte finde. Außerdem bin ich Mitglied bei MetropolSolar, beim Bermudafunk und im offenen Kanal in Ludwigshafen.

Ich bin geschieden und habe zwei Kinder, eine Tochter und einen Sohn. Ich lebe in einem kleinen Haus mit einem etwas verwilderten Garten in Käfertal. Meine Hobbys sind Filme machen, fotografieren, lesen, malen Musik hören (querbeet von Klassik bis Hardrock, außer Volksmusik) und stricken. Ich gehe gerne ins Kino (vorwiegend in Programmkinos), ins Theater, in Konzerte und in die Oper. Durch Schwimmen, Radfahren und Tanzen, versuche ich mich körperlich fit zu halten.

Seit heute habe ich einen neuen Mitbewohner, einen Migranten, der aus Ungarn kommt. Es ist ein Kater aus dem Tierheim und er heißt Janosch.
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Meine kommunalpolitischen Ziele und Schwerpunkte
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Soziale Klima- und Umweltpolitik

Zu sozialer Politik gehört für mich unbedingt Klima- und Umweltschutz. Eine gesunde Umwelt und eine intakte Natur tragen zur Lebensqualität der Bevölkerung bei. Die Gesundheit der Mannheimerinnen und Mannheimer ist wichtiger als Profite von Unternehmen. Ich bin gegen den Bau neuer Kohlekraftwerke und lehne deshalb den Bau von Block 9 im GKM ab. Ein neuer Kohleblock würde die Lebensbedingungen in Mannheim massiv verschlechtern.
Die MVV soll wieder in Bürgerhand.Die MVV-Energie ist vom Gemeinderat demokratisch nicht mehr zu kontrollieren. Um eine sinnvolle Energiepolitik in der Stadt zu verwirklichen, sind jedoch kommunal kontrollierte Stadtwerke unabdingbar. Erst dann wird es möglich, in Mannheim den Ausbau Erneuerbarer Energien voranzutreiben.
Ich werde mich dafür einsetzen, dass Mannheim zu 100% mit erneuerbaren Energien versorgt werden wird. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir für Mannheim eine unabhängige Energieberatungsagentur.Die Gründung einer Klimaschutzagentur durch die Stadt Mannheim ist eine lobenswerte Sache, doch die Frage der Unabhängigkeit einer solchen ist schon durch den Kooperationspartner MVV Energie AG in Frage gestellt. Laut der Informationsvorlage für den Gemeinderat sollen ausschließlich die Bürgerinnen und Bürger, das Handwerk und die mittelständischen Unternehmen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Industrie als Hauptverursacher von Umweltgiften bleibt unberücksichtigt. Mit der Klimaschutzkonzeption 2020 wird nur die Vormachtsstellung der MVV in der Region gestärkt. Wichtig bei einer Klimaschutzagentur sind die Mitwirkung von Umweltverbänden als kompetente und unabhängige Partner wie z.B. BUND, MetropolSolar und der Bürgerinitiative “Für die Energiewende – Nein zu Block 9“. Nur solche unabhängigen Organisationen können die Menschen in der Region in der Energieberatung wirklich unterstützen.

Umweltverträglicher Verkehr

Klima- und Lärmschutz erfordern auch ein anderes Nahverkehrskonzept für die Region. Lärm macht krank. Die gesundheitlichen Folgen von Lärm sind gravierend. Auch aus diesem Grund fordere ich die Stilllegung des Flughafens in Neuostheim. Wir brauchen keinen Promi-Flughafen. Ebenso möchte ich die Schließung des Militärflughafens bei den Coleman-Barracks in Sandhofen.
Gebiete, die von starkem Verkehrslärm betroffen sind, sollen durch geeignete Maßnahmen entlastet werden. Mit der Errichtung einer Umweltzone ist es nicht getan. Die Innenstadt muss autofrei werden. Der ÖPNV muss ausgebaut und verbessert werden.
Das Radwegenetz muss noch besser und vor allem sicherer ausgebaut werden.
Für Behinderte und Menschen mit Kinderwagen muss Barrierefreiheit gewährleistet sein.

Armutsbekämpfung

Armutsbekämpfung muss ein vorrangiges Ziel auch auf lokaler Ebene sein, denn Armut macht krank. Arbeitende Menschen sollen gerecht bezahlt werden, vor allem in städtischen Unternehmen. Deshalb: Umstellung der 1 Eurojobs auf eine tariflich, gerecht bezahlte Arbeit! Gleiche Bezahlung für Frauen und Männer! Die Wiedereinführung des Sozialpasses würde zu mehr Gerechtigkeit führen, ebenso Sozialtarife für Energie. Mannheim braucht mehr sozialverträglichen, bezahlbaren Wohnraum.

Kinderarmut

Der Skandal der Kinderarmut ist nicht nur ein materielles Problem. Sie trifft Kinder in allen Bereichen ihrer Entwicklung. Tausende Mannheimer Kinder haben keine Chance auf Bildung, gute Ernährung und eine gute Ausbildung, weil ihre Eltern arm sind. Kein Kind darf wegen seiner sozialen Lage oder seiner ethnischen Herkunft ausgegrenzt werden.
Alle Kinder sollen unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern einen chancengleichen Zugang zu allen Bildungseinrichtungen haben. Wir brauchen einen flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung für Unterdreijährige, die für Eltern bezahlbar ist, gebührenfreien Zugang zu den Kitas, kleinere Gruppen und mehr Fachpersonal in den Kindergärten. Die Zuschüsse des Landes für die Kommune müssen dafür verdoppelt werden.
An den Schulen sind Lernmittelfreiheit und kostenloses Essen zu gewährleisten. Die Lernmittelfreiheit darf nicht nur auf dem Papier stehen. Wir fordern einen zweckbestimmten Zuschuss für Kinder in Hartz IV Haushalten zur Einschulung in Höhe von 120 Euro und zum Schul-jahresbeginn von 90 Euro zur Anschaffung von Schulsachen, die nicht vom Hartz-IV- Regelsatz abgedeckt werden. Ich fordere
die Übernahme der Kosten für das MAXX-Ticket für SchülerInnen mit einem Schulweg von mindestens 3 Kilometern, wenn die Familie nur über ein geringes Einkommen verfügt.
Die Klassen müssen kleiner und besser ausgestattet werden. Wir brauchen mehr LehrerInnen und Schulsozialarbeiter. Die Sonderschulen müssen abgeschafft werden zugunsten integrativer Schulen.

Bildung

Ich werde mich für mehr Bildungsgerechtigkeit in Mannheim einsetzen. Bildung ist eine Investition in die Zukunft unserer Kinder und der Gesellschaft. Ich bin für die Integration behinderter und lernschwacher Kinder, kein Abschieben in Sonderschulen.
Kindergärten, Schulen und Unis müssen kostenlos sein. Die Gruppen- und Klassenstärken müssen kleiner werden, um auf einzelne Kinder besser eingehen zu können. Das Angebot an Ganztagesschulen muss ausgebaut werden. Dabei darf sich das Angebot nicht nur auf eine “Aufbewahrung” beschränken , sondern ist durch Fachpersonal zu betreuen. Ich bin für den Erhalt und den Ausbau der Jugendein-richtungen und ausreichende personelle Besetzung und finanzielle Ausstattung derselben.

Kultur

Mannheim möchte sich 2020 zur Europäischen Kulturhauptstadt bewerben. Bis dahin muss noch viel getan werden. Die Durchführung eines Stadtfestes als “Sauf- und Fressmeile” durch einen kommerziellen Anbieter ist nicht ausreichend.
Durch die kulturelle Vielfalt in unserer Stadt gibt es eine gute Basis für den Aufbau einer internationalen Kulturszene. Es gibt in Mannheim schon sehr viele kulturelle Institutionen, aber die Förderung von kleinen Theatern, freien Künstlern und Musikgruppen muss noch besser unterstützt werden, um eine freie künstlerische Vielfalt zu gewährleisten. Um das zu erreichen, brauchen wir in Mannheim ein Kulturbüro.
Es ist wichtig, die Teilhabe aller Menschen an kulturellen Veranstaltungen zu ermöglichen, unabhängig von ihrem Einkommen und sozialen Milieu.

Stadtteile stärken

Eine wichtige Voraussetzung für die Lebensqualität in den Stadtteilen ist die Nahversorgung. Die Umsetzung des “Zentrenkonzepts” muss konsequent weitergeführt werden. Der Einzelhandel in den Ortskernen muss erhalten, bzw. wieder aktiviert werden, anstelle von noch mehr Einkaufszentren außerhalb. Gerade für Familien und Senioren ist es wichtig, dass sie Lebensmittel und Waren für den täglichen Bedarf in ihrer Nähe einkaufen können.

Sozialpolitik

Die wirtschaftliche Situation vieler Menschen hat sich auch in Mannheim weiter verschlechtert. Es gilt, die möglichen Handlungsspielräume voll auszuschöpfen und so die Situation der Betroffenen zu verbessern. Die Stadt muss den ihr möglichen Beitrag leisten, dieser Ungerechtigkeit entgegenzuwirken, indem sie z.B. die 1-Euro-Jobs auf tariflich abgesicherte Arbeitsplätze umstellt.
Die Beratungskompetenzen in der ARGE müssen ausgebaut werden. Ich fordere eine Rücknahme der städtischen Kürzungen des Sozialgeldes bei Ermessensleistungen.
Der ursprüngliche Umfang des Sozialpasses für Menschen mit geringem Einkommen, Arbeitslose und ALG II-Bezieher muss wieder eingeführt werden. Der Familienpass ist dafür kein Ersatz.
Dazu gehört freier Eintritt in die Stadtparks, die ermäßigten Nutzung des Nahverkehrs (maximal € 13,—monatlich für ein Mannheim-Ticket), kostenlose Nutzung der Stadtbibliothek, freier bzw. ermäßigter Eintritt in Museen, Schwimmbäder, für Theater und Konzerte, Teilnahme an
Angeboten der Erwachsenenbildung sowie freien Internetzugang.
Außerdem die Übernahme der Kosten für SchuldnerInnenberatung für Menschen mit geringem Einkommen, für Erwerbstätige, denen eine Pfändung droht oder deren Einkommen bereits gepfändet wird.
Jeder Mensch hat ein Grundrecht auf eine warme Wohnung und den Zugang zu Strom und Gas. Deshalb soll ein Sozialtarif eingeführt werden. Nicht zuletzt brauchen wir in Mannheim mehr bezahlbaren Wohnraum. Ich setze mich ein für eine Wohnkostenübernahme durch das Jobcenter, die sich an der realen Situation am Mannheimer Wohnungsmarkt orientiert. Hierfür ist der Mannheimer Mietspiegel zugrunde zu legen.

2 Kommentare to “Über mich”

  1. Thomas Doll says:

    Hallo,
    auf Deine Seite bin ich durch Manfred aufmerksam geworden.
    Ein bestimmter Aspekt scheint mir nicht angesprochen, nämlich
    die Behindertenpolitik. Ich bin zur Zeit in der ATW Mannheim.
    Das Arbeitsamt zahlt neben meinem Mittagessen und dem Maxx-
    Ticket ungefähr 70 Euro “Ausbildungsgeld”.
    Wenn man vergleicht, was der Staat in Banken steckt, herzlich wenig.
    Mit freundlichem Gruss
    Thomas Doll

  2. ursel says:

    Hallo Thomas,
    schön, dass du auf meine Seite gefunden hast. Welcher Manfred hat sie dir empfohlen?
    Auf meiner Seite habe ich “nur” meine Schwerpunkte angegeben. Behindertenpolitik halte ich aber trotzdem für sehr wichtig und finde, wie du, dass für Menschen mit Behinderung viel zu wenig getan wird.
    Aber wie du ja auf meiner Seite sehen kannst, beschäftige ich mich schwerpunktmäßig mit Umweltpolitik.Und das füllt mein Rentnerinnendasein voll aus.
    Schau mal wieder vorbei!
    Ursel

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